Richtig heizen

Richtig heizen

Entscheidend für die Langlebigkeit ihres Kachelofens ist die richtige Wahl des Brennstoffes.

Im Grunde kann jedes Hartholz verwendet werden; naturbelassenes stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde, beispielsweise in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln, sowie Reisig und Zapfen
Egal welche Sorte Holz Sie wählen, ob Nadel- oder Laubholz, es muss immer naturbelassen sein!

Verboten ist die Verbrennung von beschichteten, imprägnierten und farbbehandelten Holzstücken oder Spanplatten in Feuerungsanlagen. Papier, Zeitungen oder Haushaltsmüll sollten nicht im Kachelofen verwendet werden!
Großen Einfluss auf das Brennverhalten des Holzes hat sein Wassergehalt.

Frisch geschlagenes Holz aus dem Wald hat einen Wassergehalt von 50 – 60%.
Für eine effiziente und emissionsarme Verbrennung muss dieser Gehalt auf 15% bis 20% heruntergetrocknet werden. Dies dauert – je nach Holzart – etwa ein bis zwei Jahre. Erst dann ist das Holz zum Heizen geeignet.

Beim Trocknen und Lagern sollte man ein paar Dinge beachten:

  • frisch geschlagenes Holz lässt sich leichter spalten als schon abgelagertes
  • gespaltenes und in kurze Stücke gehacktes Holz trocknet schneller als lange, ungespaltene Scheite
  • der Lagerplatz sollte sonnig und luftig sein, außerdem sollte er einen trockenen Untergrund haben und vor Regen geschützt sein
  • trockenes Scheitholz sollte bald verbraucht werden, sonst sinkt der Brennwert wieder

Richtig anheizen

Ebenso wie die Beschaffenheit des Holzes wirkt sich auch seine korrekte Verwendung auf die Emissionen und den Verbrauch des Brennmaterials aus.

Das beginnt schon beim Anheizen: Prinzipiell gibt es zwei Arten, das Holz im Brennraum zu entflammen, entweder von oben oder von unten. Die Methode von oben dauert meist etwas länger, hat aber den Vorteil, dass nur sehr wenig unverbrannte Brenngase den Feuerraum verlassen. Die Holzscheite werden auf dem Boden des Feuerraumes platziert, die Anzündhölzchen in mehreren Lagen quer darübergelegt. Dazwischen wird ein Anzünder gesteckt.

Beim Anheizen von unten werden erst die Anzündhölzchen mit dem Anzünder auf den Boden des Feuerraums gelegt, quer darüber kommen weitere Anzündhölzchen und dann die Holzscheite nebeneinander mit der scharfen Spaltkante nach unten oder zur Seite. Besonders in der Anheizphase müssen Sie für ausreichend Verbrennungsluft sorgen. Deshalb muss die Luftklappe am Anfang immer offen sein.

Aber auch während des Abbrands darf die Luftzufuhr nicht zu gering sein. Richtig eingestellt ist sie, wenn das Innere des Ofens hell und ohne schwarze Rußablagerungen bleibt.

Nachlegen des Brennmaterials

Für den emissionsarmen Betrieb einer Feuerstätte muss das Holz auch richtig nachgelegt werden. Erst wenn das Holz heruntergebrannt ist – kurz bevor die Flamme erlischt -, sollten wieder neue Scheite in den Feuerraum geschichtet werden.

Im Unterschied zu Wärme speichernden Grundkachelöfen muss bei Kaminöfen häufiger eine kleinere Menge Brennstoff nachgelegt werden. Eine Überladung des Ofens führt zu erhöhten Schadstoffemissionen und zu unnötigen Wärmeverlusten über das Abgas.